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Der '''Preis''' ist die sich aus und auf einem ergebende und in en gezahlte für eine bestimmte von erworbenen oder en.

Allgemeines

Der Preis besteht daher aus den .

Geschichte

Seitdem es ein Recht zur Auflösung des Kaufvertrags und zur Rückforderung der Kaufsache.

Das Wort Preis tauchte im in ersichtlich erstmals in der Mitte des 14. Jahrhunderts auf, als im die Güter nach ihrem Preis (?prijse?) entgelten sollen. Die heutige Schreibweise erschien 1669 zum ersten Mal in Würzburg im Zusammenhang mit der Lachsfischerei.

Der anfangen, und weil folglich die Nachfrage in dem Grade abnehme, als das Angebot seltener werde.

Das nicht erklären.

 ordnete 1951 in seiner Begriffshierarchie den Wert h�her als den Preis ein. Preis war f�r ihn die Geldsumme, die auf dem Markt f�r die Mengeneinheit eines Gutes bezahlt wird.

Arten

Bei der Preiswahrnehmung unterscheidet man zwischen absolutem und relativem Preis. Der ''absolute Preis'' ist das Austauschverhältnis zwischen Geld und Ware. Der ''relative Preis'' drückt den Tauschwert eines Gutes in Einheiten eines anderen Gutes aus. ''Preiswürdigkeit'' ist die Relativierung zur Produkt- oder Dienstleistungsqualität, ''Preisgünstigkeit'' die Relativierung zur Konkurrenz. Der Kaufpreis beinhaltet in der Preise auf.

Der wird mathematisch ausgedrückt mit einer und ist eine von <math>< 0</math>.

Volkswirtschaftliche Aspekte

Der Preis eines bezeichnet.
Bei den ).

Der Preis ist das der . Die Wert- und Preistheorie von Quesnay kannte bereits die Unterscheidung des s (), die auch Adam Smith übernahm.

Der Preis <math>P</math> ist stets der aus dem geldlichen Leistungsäquivalent im Zähler (<math>E</math>) und der nachgefragten/angebotenen (<math>L</math>) im Nenner:
<math>P = \frac{\text{E}}{\text{L}}</math>.

Wird das Leistungsäquivalent bei konstanter Leistung erhöht, steigt der Preis und umgekehrt. Sinkt die Leistung bei konstantem Leistungsäquivalent, steigt der Preis ebenfalls.

Preisfunktionen

Auf den Märkten erfüllt der Preis stets folgende Funktionen.

Indikatorfunktion

Die Indikatorfunktion wird auch ''Knappheitsfunktion'' oder ''Signalfunktion'' genannt. Preise werden insbesondere in der als für die von Gütern angesehen. Ein steigender Preis signalisiert den Anbietern eine gestiegene Nachfrage und damit einen attraktiven Markt und umgekehrt.

Beispiel anhand der :
  • Es wird von einer Verschiebung der nach rechts ausgegangen, d. h., die Nachfrage nach einem Produkt steigt, wenn die Nutzeneinschätzung der durch Werbung und/oder Preiserhöhungen bei steigt.
  • Der Preis reagiert flexibler als die (Preisschilder sind schneller geschrieben als neue Ware bestellt/produziert). Damit steigt der Preis bei gleichbleibender Menge (<math>x0</math>) auf ein höheres Niveau (<math>p1</math>).

Koordinierungsfunktion

Die Koordinierungsfunktion des Preises wird auch ''Ausgleichsfunktion'' genannt. Die e und nutzen den Preis, um ihre individuellen Pläne aufeinander abzustimmen.

Beispiel anhand der Preis-Absatzmengen-Funktion:
  • Der Preis ist durch die kurzfristige an die gestiegene gestiegen.
  • Mittel- bis langfristig reagieren die Unternehmen mit der Ausweitung des Angebotes. Dabei orientieren sie sich jedoch an dem durch die kurzfristige Anpassung ''zu hohen'' Preis. Es entsteht ein .
  • Durch den Angebotsüberhang werden die Märkte nicht mehr , d. h., es wird mehr Ware angeboten als die Nachfrager zu diesem Preis bereit sind, abzunehmen.
  • Der Preis pendelt sich im Bereich des neuen es ein (<math>X2</math>/<math>p2</math>).

Allokationsfunktion

Preise lenken die en (, und ) in die Wirtschaftsbereiche, wo sie am dringendsten benötigt werden. Die sorgt bei Unternehmen für eine effiziente Verwendung knapper Ressourcen. So kam es während der der 1970er Jahre zur von durch Unternehmen, die höhere Löhne boten.

Auf Anbieterseite

Ein höherer Preis stellt für die Unternehmen eine Motivation dar, das entsprechende Gut zu produzieren. Dazu werden typischerweise Produktionsfaktoren re-alloziert, d. h., von der Produktion anderer, niedrigpreisiger (da weniger nachgefragten) Güter abgezogen und in die Produktion des aktuellen Gutes investiert.

Der durch Angebot und Nachfrage gebildete Gleichgewichtspreis gewährleistet bei entsprechenden Annahmen und unter den normativen Zielvorstellungen der , dass die zu einem gegebenen Zeitpunkt vorhandenen Produktionsfaktoren (beispielsweise die Arbeitskraft) dort eingesetzt werden, wo sie den größten bringen (effiziente ). Bei niedrigen Preisen stoppt das Unternehmen die Produktion.

Beispiel anhand der Preis-Absatzmengen-Funktion:
  • Durch das Eintreten neuer Anbieter in den Markt/Produktionsausweitung verschiebt sich die nach rechts.
  • Die Verschiebung orientiert sich an dem Preisniveau <math>p2</math>. Es entsteht ein Angebotsüberschuss. Dieser Angebotsüberschuss sorgt für ein Sinken der Preise bis auf den neuen Gleichgewichtspreis <math>p3</math>.

Auf Nachfragerseite

Durch niedrige Preise soll der Kunde animiert werden, ein Gut zu erwerben. Mit der Frage, wie mit Hilfe der Preisgestaltung Kaufanreize gesetzt werden, beschäftigt sich die .

Selektionsfunktion

Das (die Höhe des Preises) entscheidet darüber, welche als Käufer in Frage kommt. Die Selektionsfunktion des Preises führt dazu, dass beim lediglich noch r übrigbleiben, deren zur Bezahlung ausreicht (). Angebote mit sind dagegen lediglich für ärmere Käuferschichten attraktiv (, ). Bei Unternehmen sinken bei einem Nachfragerückgang Preis und . Dadurch entstehen bei den arbeitenden Unternehmen Verluste. Diese führen entweder zu einer , weil diese Unternehmen ihre Produktion umstellen, anmelden müssen oder zu n betroffener Branchen.

Preisbildung

Die Preisbildung auf einem istischen erfolgt theoretisch durch die Wechselwirkung von Angebot und Nachfrage, wobei vorausgesetzt wird, dass besteht. In diesem Modell wird davon ausgegangen, dass sich der Preis auf einem kompetitiven Markt so einpendelt, dass er Angebot und Nachfrage ausgleicht; die dabei entstehende Preis-Menge-Kombination ist das ?Marktgleichgewicht?. Übersteigt das Angebot die Nachfrage, so sinkt der Preis. Zu diesem tieferen Preis sind mehr Nachfrager bereit, das Produkt zu kaufen, aber weniger Anbieter bereit, das Gut anzubieten. Die Nachfrage steigt und das Angebot sinkt, damit wird erneut ein Gleichgewicht erreicht.

Mit abnehmender Zahl der Anbieter und Abnehmer eines Gutes weicht die Preisbildung von den oben beschriebenen Prinzipien ab und wird unstetiger. Bei einem unilateralen bestimmt der Anbieter oder der Abnehmer allein den Preis und in einem ist die Preisfindung oft willkürlich.

Währungsrelationen

Die Güterpreise können in verschiedenen en (, oder ) angeboten werden. Die Umrechnung eines Gutes in die jeweilige Landeswährung kann zu einem Preisvorteil führen, der das Gut für den Nachfrager besonders attraktiv macht. Damit kann sich ein vorteil realisieren lassen. Allerdings wird dieser Vorteil kleiner, wenn die Nachfrage nach Gütern aus einem bestimmten Währungsraum zu einer starken Devisennachfrage führt und sich damit der Preis der verteuert.

Der Anbieter/Verkäufer beziehungsweise Nachfrager/Käufer in einem (beispielsweise ) kann Preisvorteile durch unterschiedliche je Region realisieren, wenn die Währungsrelation außer Kraft gesetzt worden ist. Ein Ausgleich von Kostenunterschieden durch nationale Währungen entfällt in diesen Fällen.

Betriebswirtschaftliche Aspekte

Der Preis ist für ein neben der Produktionsmenge und der / das wichtigste Steuerungsmittel. Er ist das zentrale Steuerungselement der , die sich strategisch mit der Festlegung einer () befassen muss, während die Preisobergrenze () meist im Rahmen einer durch staatliche festgelegt wird.

 existieren kann.

Die des ses soll angeben, ob die für einen Preis erhaltene Gegenleistung angemessen ist. Sie ergibt sich aus folgender Formel:
<math>\text{Preis-Leistungs-Verhältnis} = \frac{\text{Kosten}}{\text{Leistungsumfang}}</math>.

Beträgt der Preis für einen bestimmten Haarschnitt bei einem Frisör 46 Euro, bei einem anderen Frisör dagegen 55 Euro bei gleicher Arbeitszeit und gleichem Materialaufwand, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis beim ersten Frisör günstiger.

Bestandteile eines Preises

In die eines Erzeugnisses gehen zur Kostendeckung die betrieblichen als und indirekt (anteilig) zurechenbare ein, sowie der geplante, produktbezogene Gewinn:

  • Kosten für , und e,
  • ,
  • ,
  • ,
  • ,
  • ,
  • ,
  • (en, Zinssatz für , en etc.),
  • n (z. B. die , ),
  • (Der Anbieter eines Erzeugnisses plant bzw. kalkuliert eine / ein, wenn die ein ist.)

Kosten (Minimum) und Begehrtheit (Maximum)

Die Kosten bilden die Preisuntergrenze, wenn ohne Verlust gewirtschaftet werden soll. Für den sind die Kosten aber lediglich ein Bestandteil. Dazu kommt noch die ''Begehrtheit'' eines Gutes, um Gewinne zu erzielen, die über die und den (Bestandteile des es) hinausgehen.

Die Begehrtheit eines Gutes ist seine Wertschätzung, eine bestimmte an den Anbieter zu übertragen. Es gibt in der Volkswirtschaft Phasen, wenn zum Beispiel die Erwartungen der Nachfrager durch eine negative Einschätzung der Zukunft beeinträchtigt sind, den Kauf eines Gutes zu verschieben oder ganz darauf zu verzichten. Wenn Güter weltweit angeboten werden, dann kommt noch das Wechselkursverhältnis ins Spiel. Deshalb muss die Währungsrelation Bestandteil von en werden.

Besondere Preisbezeichnungen im Handel

:
ist im Handel der Preis, zu dem eine gegen erworben werden kann.
Einzelpreis: Bei der Preis für ein Stück in der kleinsten erhältlichen Menge (hier auch Stückpreis); bei lose verkauftem Stückgut der Preis für eine Mengeneinheit einer Ware wie .
ist ein durch Gesetz oder Vertrag festgelegter Preis, der weder überschritten noch unterschritten werden darf.
ist ein knapp unterhalb eines runden Preises liegender Preis im .
Gesamtpreis: Wird meist auf eine einzelne Rechnungsposition bezogen und ergibt sich aus dem Einzelpreis multipliziert mit der berechneten Menge. Wenn er auf die gesamte bezogen wird, entspricht er der Summe der Gesamtpreise der Rechnungspositionen einschließlich weiterer Beträge wie , , .
Grundpreis: Der Preis je Mengeneinheit. Dieser ist in unmittelbarer Nähe des Endpreises leicht erkennbar und deutlich lesbar anzugeben. Mengeneinheit für den Grundpreis ist grundsätzlich jeweils 1 Kilogramm, 1 Liter, 1 Kubikmeter, 1 Meter oder 1 Quadratmeter der Ware. Die Auszeichnung des Grundpreises verlangt die , normiert in .
ist ein durch Gesetz festgelegter Preis, der nicht überschritten werden darf.
aufgeführte Preis.
ist ein durch Gesetz festgelegter Preis, der nicht unterschritten werden darf.
Bezeichnung für vorsätzlich deutlich überhöht angesetzte Preise.
Netto- und Bruttopreis: Ein Preis ohne die gesetzliche wird als ''Nettopreis'' bezeichnet. Ist die zu zahlende Umsatzsteuer enthalten, spricht man vom ''Bruttopreis'' (siehe auch /).
''Nettoverkaufspreis'': Im Rahmen der (die sich auf die Herstellung von Erzeugnissen bezieht) werden ''Nettoverkaufspreise'' ermittelt.
''Bruttoverkaufspreis'': Im Rahmen der (die im Groß- und Einzelhandel verwendet wird) werden ''Bruttoverkaufspreise'' ermittelt.
Phantasiepreis: Ein Sammelbegriff für werblich herausgestellte, Assoziationen auslösende, oft auf einen bestimmten Anlass anspielende Preisbezeichnungen (?Jubelpreis?, ?Kellerpreis?, ?Schnäppchenpreis?, ?Sommerpreis?, ?Sturzpreis?, ?Trostpreis?).
Preisgegenüberstellungen: Sind im Handel als Wettbewerbsinstrument in zwei Varianten verbreitet:
a) als Gegenüberstellung der UVP des Herstellers mit der eigenen (niedrigeren) Preisforderung oder
b) als Gegenüberstellung der eigenen ''alten'' mit der eigenen ''neuen'' (niedrigeren) Preisforderung für denselben Artikel. Preisgegenüberstellungen sind zu unterscheiden von ''Preisvergleichen''. Letztere stellen eine Gegenüberstellung von zwei oder mehreren Preisforderungen für identische Waren oder gleichartige Dienstleistungen verschiedener Anbieter dar.
noch nicht sicher feststeht.
Runde und (''Preisoptik'').
Straßenpreis: Der ungefähre aktuelle durchschnittliche Verkaufspreis an Endverbraucher in Geschäften und bei Versandhändlern. Bei Nennung eines Straßenpreises in Produktvergleichen werden erfahrungsgemäß nur die niedrigsten Angebote berücksichtigt.
e), an die Hand, die nicht zur Konsumenteninformation gedacht sind, handelt es sich um ''Händlerpreisempfehlungen''.

Spezialgebiete

Die ''Preispsychologie'' spielt besonders im Handel und im eine große Rolle, indem sämtliche Managemententscheidungen über Einkaufs- oder Verkaufspreise sowie über Handelsspannen psychologisch überprüft werden. Es stehen zahlreiche psychostrategische und psychotaktische Preisgestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung (Preislagen, systematische Abschriften, Einheitspreis, Einheitskalkulation, Ausgleichskalkulation, Preispräsentation, Preisoptik, Discountpreis, Preisgarantie, Preisverhandlung (, Wecken von Preiserwartungen)).

 bezeichnet alle Verfahren, die die bestehenden Preise im  eines Herstellers oder im  eines H�ndlers so gestalten, dass sich f�r den Anbieter durch ver�ndertes  bessere Ertr�ge ergeben.

Bevor ein Produkt in den Markt eingeführt wird, sollte eine festgelegt werden.

Der ''Preisvergleich'' ist eine (in der Regel gedruckte) Gegenüberstellung von zu einem bestimmten Zeitpunkt empirisch ermittelten Preisen für identische Waren oder gleichartige Dienstleistungen verschiedener Anbieter oder Nachfrager für denselben Zweck (Absatz- oder Beschaffungszweck).<ref> für bestimmte Waren und Dienste von Online-Anbietern haben hingegen weite Verbreitung und Akzeptanz gefunden.

Rechtlich ist eine im die Einladung an (potentielle) Kunden, ein Kaufangebot abzugeben () ? .

Literatur

  • : ''Preise.'' Kapitel 1. In: ''Die Wirtschaft der Gesellschaft.'' 1988, ISBN 3-518-28752-4, S. 13?42.
  • Eike Pies: ''Löhne und Preise von 1300 bis 2000 ? Abhängigkeit und Entwicklung über 7 Jahrhunderte.'' E. und U. Brockhaus, Wuppertal 2003, ISBN 3-930132-23-0.
  • Eduardo Porter: ''The Price of Everything: Solving the Mystery of Why We Pay What We Do.'' Portfolio Hardcover, New York 2010, ISBN 978-1-59184-362-7.
  • Hans-Otto Schenk: ''Der Preisvergleich.'' Stuttgart 1981, ISBN 3-7910-0309-7.
  • Hans-Otto Schenk: ''Psychologie im Handel.'' 2. Aufl., München-Wien 2007, ISBN 978-3-486-58379-3.
  • Gabriele Braband: ''Strompreise zwischen Privatautonomie und staatlicher Kontrolle.'' C. H. Beck, 2003, ISBN 3-406-51207-0.

Weblinks

  • Statistisches Bundesamt ? Daten und Aufsätze zum Thema ?Preise?

Einzelnachweise